|
|
|
Allgemeine Gynäkologie
| Wechseljahrsbeschwerden
- Es gibt neue Studienergebnisse zur Hormonbehandlung in den Wechseljahren: Schauen Sie bitte nach unter "Krankheitsbilder", Kapitel "Wechseljahrsbeschwerden". Bitte hier klicken
Keine Behandlung des klimakterischen Syndroms ist effektvoller als die mit natürlichem Östrogen.
Natürliche Östrogene wirken zudem der Arteriosklerose ("Arterienverkalkung") entgegen und schützen so effektiv vor Herzinfarkten und anderen sog. cardio-vasculären Ereignissen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen), also den mit Abstand häufigtsen Todesursachen. Früh heißt zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr.
Einen interessanten wissenschaftlichen Artikel von Prof. Wenderlein (Ulm) aus dem Jahre 2011 händigen Ihnen gerne unsere Mitarbeiterinnen in Kopie aus.
Eine Behandlung mit natürlichen Eierstockhormonen senkt das Risiko von Dickdarmkrebs (zwetthäufigster Krebs des Menschen ingesamt) um 30 - 40 % und beugt im Alter einer Osteoporose vor. Das Brustkrebsrisiko wird nicht erhöht.
Nach einer großen Studie aus Frankreich (E3N-Studie), an der ca. 70 000 Frauen teilnahmen und die im Herbst 2005 veröffentlicht wurde, steigt das Brustkrebsrisiko unter einer Kombinationstherapie aus Östrogenen und Gestagenen nicht, wenn als Gestagen das natürliche Gelbkörperhormon des Menschen (Progesteron) eingesetzt wird (E3N-Étude Épidemiologique des femmes de la Mutuelle Générale de l Éducation Nationale). Alle anderen positiven Effekte einer Hormon-Ersatztherapie werden bei diesm Schema mitgenommen! Unter einer Kombinationstherapie von Östrogen Tabletten mit synthetischen Gestagenen steigt das Brustkrebsrisiko leicht an. In etwa dem gleichen Maße sinkt das Darmkrebsrisiko sinkt.
Die Studienergebnisse wurden durch eine Kontrollstudie aus Finnlandbestätigt.
Das Risiko einer Thrombose kann bei gegfährdeten Frauen entscheidend gemindert werden, wenn Östrogene nicht über den Darm (d. h. in Tablettenform) zugeführt werden sondern über die Haut (als Gel oder als Hautpflaster)
Eine Östrogentherapie in Tablettenform steigert das Risiko für die Thrombose-Entstehung bei Patientinnen mit entsprechender Veranlagung. Besonders gefährdete Patientinnen lassen sich durch recht einfache Bluttests identifizieren.
Neues Wissen über die Entstehung von Eierstock-Krebs
Eierstock-Krebs ist sehr tückisch, weil es weder Frühsymptome noch eine effektive Früherkennungsmethode gibt. Bei manchen Menschen lässt sich nachweisen, dass sie ein vererbtes hochgradiges Risiko für sowohl Brust- als auch Eierstockkrebs in sich tragen. Diesen Patientinnen wird heute zur vorsorglichen Entfernung der gefährdeten Organe geraten. Gelegentlich wurde tatsächlich der Eierstockkrebs im frühesten Stadium behandelt und es kam dabei kam eine überraschende Entdeckung zutage. Was wir bisher für Eierstock-Krebs hielten, hat seinen Ursprung in ca. 40 % nicht im Eierstock sondern im Eileiter
Als Konsequenz wird jetzt empfohlen, bei allen Gebärmutter-Entfernungen die Eileiter nicht im Bauch zurückzulassen. Sie lassen sich in wenigen Minuten problemlos entfernen und dies hat keine negativen Auswirkungen. Auch bei der Sterilisation wird großzügig statt einer Durchtrennung der Eileiter deren völlige Entfernung empfohlen, wenn eine Patientin bereits ca. 35 - 40 Kahre alt ist.
Impfung gegen HPV auch für ältere Frauen sinnvoll
Entgegen allen theoretischen Überlegungen aus den Anfangsjahren der Impfung gegen sog. "Human Papilloma Viren", abgekürzt HPV, die Verursacher zahlreicher sexuell übertragbarer Krankheiten von Muttermund, Vagina und äußerem Genitale, macht die Impfung Sinn in jedem Alter! Das hat die Universität Hamburg herausgefunden (Prof. Gieseking) und wird von der Ständigen Impfkommission offiziell bestätigt!
Die Krankenkassen erstatten die Kosten für die teueren Impfungen allen jungen Frauen bis zum 18. Lebensjahr. Danach müssen die Patientinnen die Kosten selber tragen (ca. 500 Euro für drei Injektionen).
Die Universität Hamburg empfiehlt die HPV-Impfung auch bei Patientinnen, die sich wegen einer HPV-verursachten Erkrankung am Muttermund (Dysplasien, s. dort) operieren lassen müssen. Hierdurch konnte die Rückfall-Rate um 70 % (!) gesenkt werden. | | | |
|