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Gebärmutterentfernung Hysterektomie (HE)
| Fachausdruck: Hysterektomie (HE).
Die schonendste Form der Gebärmutterentfernung erfolgt endoskopisch unter Belassung des Gebärmutterhalses. Wir führen diesen Eingriff routinemäßig seit 1996 ambulant durch, d. h. die Patientinnen werden morgens aufgenommen und am gehen am gleichen Tag wieder nach Hause.
Der Bedarf an Schmerzmitteln ist erstaunlich gering. Ein Grund dafür ist, daß die tragenden Strukturen des Beckenbodens unverletzt bleiben. Warum können wir es veranworten, dass die Patientinnen in die häusliche Umgebung zurückkehren? Das ist begründet in der veränderten Operationstechnik. Wir müssen aufgrund der modernen Hochfrequenz-Elektrotechnik, die zur Blutstillung eingesetzt wird, keine bedrohliche Nachblutungen befürchten.
In der Vergangenheit, als man nochnicht wusste, dass Gebärmutterhalskrebs von Viren verursacht wird, glaubte man durch die Mitnahme des Gebärmutterhalses eine Krebsvorsorge zu betreiben. Das hat war falsch. Da das Virus nicht weg-operiert werden kann, droht der Befall des Scheidenstumpfes, also das Vaginalcarcinom und zwar mit exakt der gleichen Wahrscheinlichkeit (beides unter o,1 %). Ein Vaginalcarcinom ist schlechter zu erkennen und schlechter zu behandeln! Gebärmutterhalskrebs entsteht immer über die Vorstufe einer Dysplasie und ist somit einer Frührekennung sehr gut zugänglich.
In seltenen Fällen ist die Belassung des Gebärmutterhalses nicht die richtige Behandlung. Dann muß das Organ ganz entfernt werden. Man spricht dann von der "Totalen" Gebärmutterenfernung im Unterschied zur "Supra-cervicalen Gebärmutterentfernung (Supra = oberhalb, Cervix = Hals).
Folgende Formen der Gebärmutterenfernung gibt es: Man kann die Gebärmutterentfernung als sog. „Totale“ HE („Totaloperation“) per Laparoskopie oder Laparotomie oder aber als „teilweise“ HE durchführen. Führt man eine totale Gebärmutterentfernung vom Bauchraum her durch, ist vorher ein Leibschnitt notwendig. Dies ist dann die erste große Wunde für die Patientin. Anschließend entsteht ein zweites großes Wundgebiet dort, wo man das Organ aus dem Beckenboden heraustrennt. Eine dieser beiden Wunden kann man dadurch einsparen, dass man die Operation über die Scheide ausführt. Der Leibschnitt entfällt dann. Diese sog. „vaginale“ Technik hat ihre Grenzen, wenn z. B. die Scheide eng ist oder die Myome zu groß sind. Ein entscheidender Nachteil ist die schlechtere Übersicht für den Operateur. Er kann beispielsweise Organverwachsungen oder Endometrioseherde nicht annähernd so gut sehen, wie beim Zugang von oben. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Reparatur des durch die Gebärmutterentfernung im Beckenboden entstehenden Defektes in etwa 5 - 15 % der Fälle nicht zufriedenstellend gelingt. Folge sind dann später eine schwache Blase, Beckenbodensenkung, evtl. ein Scheidenvorfall. Bei der vaginalen Operationstechnik sind Nachblutungen in den Wundgebieten am Ende des Eingriffs nicht mehr visuell zu kontrollieren. Die Universität Jena fand in einer Nachuntersuchungsserie bei ca. 90% der vaginalen Operationen noch leichte Blutungen im OP-Gebiet. Die Weltliteratur ist voller Berichte über Blutergüssen im Bereich der Scheidenstumpfes. Man schätzt die Häufigkeit auf durchschnittlich 40%. Diese Blutergüsse sind verantworlich für Fieberschübe und eitrige Absonderungen aus der Scheidenwunde für Wochen. In den 90er Jahren hat sich vielerorts durchgesetzt, die vaginale Operation mit einer Bauchspiegelung zu kombinieren, um die Nachteile auszugleichen, die durch die schlechte Übersicht bedingt sind (Fachausdruck: laparoskopisch assistierte vaginale Totaloperation). Es gibt heute eine große Zahl solcher Kombinationen, die je nach Umfang der vaginalen oder laparoskopischen Komponente eingeteilt werden.
Wir führen im OPZ die Gebärmutterentfernung bei weitem überwiegend als laparoskopische Entfernung des Gebärmutterkörpers durch (Laparoskopische Supracervicale Hysterektomie, LASH), seltener auch als Totale Laparoskopische Hysterektomie. In jedem Fall gehen wir endoskopisch vor, weil dies erheblich weniger schmerzhaft ist, und die beste Übersicht über die Situation bietet. Die Eingriffe werden bei uns in der Regel ambulant angeboten. Es gibt immer wieder einmal internistische oder anästhesiologische Probleme, die eine ambulante Operationsdurchführung nicht erlauben. Das sind dann die Fälle, in den den wir kurzstationäre Durchführung der Behandlung anbieten. Natürlich möchte auch nicht jeder ambulant operiert werden.
Patientinnen, die eine stationäre Betreuung benötigen oder wünschen, können wir diese in der PAN-Klinik in Köln bieten.
Dr. Maucher und Herr Auweiler sind dort Belegärzte. Die PAN Klinik eine Privatklink. Dort können zu einem Privatversicherte, zum anderen im Rahmen der sog. "Integrierten Versorgung" Versicherte bestimmter Kassen behandelt werden (BEK, DAK, TKK, bestimmte BKKs).
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